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Almen rund um Leutasch & Seefeld – 10 Hütten in Tirol
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Almen rund um Leutasch & Seefeld – 10 Hütten in Tirol

Almen ab Leutasch: Bodenalm, Gaistalalm, Tillfussalm, Pleisenhütte, Eppzirler Alm und mehr. Wege, Höhen, Öffnungszeiten für den Almsommer in Tirol.

11. Mai 2026 · 12Min. Lesezeit

Almsommer in Tirol heißt: in der Früh aus dem Chalet, am Vormittag durch lichten Wald oder über sonnige Almböden, mittags auf einer Holzterrasse mit Kaiserschmarrn und Almbier, nachmittags zurück, und abends auf der eigenen Terrasse mit müden Beinen den Tag ausklingen lassen. Rund um Leutasch und Seefeld liegen Dutzende bewirtschaftete Almen – von der gemütlichen Familienalm zehn Minuten vom Tal entfernt bis zur hochalpinen Hütte auf 2.000 Metern. Wir haben zehn der schönsten zusammengetragen, mit Höhe, Aufstieg, Öffnungszeit und dem, was sie wirklich besonders macht.

Geografisch verteilen sich die Almen auf drei Gebiete: das Gaistal westlich von Leutasch (zwischen Wettersteinkamm und Mieminger Kette), das Karwendel rund um Scharnitz nördlich und östlich, und das Seefelder Plateau mit Reith und Mösern. Von den Wilderer Chalets in Weidach erreicht ihr das Gaistal in zehn Minuten mit dem Auto, die Plateau-Almen in fünfzehn Minuten, und Scharnitz/Karwendel in einer guten halben Stunde. Praktisch alle Almen sind ab dem Tal zu Fuß erreichbar – die Frage ist nicht ob, sondern wie steil ihr es heute mögt.

Das Gaistal – Almenparadies vor der Haustür

Das Gaistal ist ein etwa fünf Kilometer langes Hochtal zwischen Leutasch und Ehrwald, eingerahmt vom Wettersteinkamm im Norden und der Mieminger Kette im Süden. Zwölf bewirtschaftete Almen verteilen sich über das Tal – die meisten erreichbar über den breiten Ganghoferweg oder die parallel verlaufende Forststraße. Startpunkt ist der gebührenpflichtige Wanderparkplatz Salzbach (P3 bis P5) am östlichen Eingang des Tals, von den Wilderer Chalets rund fünf Kilometer entfernt. Wer ohne Auto unterwegs ist: die Bushaltestelle Leutasch Salzbach/Gaistal liegt direkt nebenan.

Bodenalm – die ruhige Familienalm am Talboden

Die Bodenalm ist die am tiefsten gelegene bewirtschaftete Alm der Region und genau deshalb für Familien mit kleinen Kindern oder Kinderwagen ideal. Ein breiter, fast ebener Forstweg führt durch lichten Wald und durch die romantische Au-Landschaft des Leutascher Talbodens zur Hütte, wo im Sommer Kühe weiden und ein Almspielplatz auf die Kinder wartet. Es ist die Sorte Alm, an der man nichts erobern muss – einfach hingehen, Holzbank, Almbrettl, Apfelschorle für die Kinder. Geöffnet ab Anfang Mai, perfekt für die ersten warmen Tage, wenn die höheren Hütten noch im Schnee liegen.

Bodenalm im Sommer in Leutasch – die niedrigste Alm der Region Seefeld
Die Bodenalm – die tiefstgelegene und kinderwagentauglichste Alm der Region.
  • Lage: Leutascher Talboden, am Eingang ins Gaistal
  • Aufstieg: 20–30 Minuten, fast eben, kinderwagentauglich
  • Charakter: kleine, urige Familienalm mit Spielplatz
  • Saison: ab Anfang Mai bis Mitte Oktober
  • Startpunkt: P3/P4/P5 Salzbach

Gaistalalm – das Herz des Tals

Die Gaistalalm auf 1.366 Metern ist die bekannteste Hütte im Tal und ein klassisches Ausflugsziel für Familien, Mountainbiker und Wanderer. Vom Parkplatz Salzbach führt ein breiter Forstweg in rund neunzig Minuten zur Alm – fast keine Steigung, kinderwagentauglich, auch mit E-Bike machbar. Die große Sonnenterrasse blickt direkt auf die Hohe Munde und den Wettersteinkamm. Klassische Tiroler Almküche: Kaiserschmarrn, Speckknödel, Schweinsbraten, dazu hausgemachte Kuchen. Wer es ruhiger mag, kommt über den parallel verlaufenden Ganghoferweg – derselbe Weg, nur höher im Hang, dafür weniger Radverkehr.

Gaistalalm im Gaistal bei Leutasch mit Blumen im Vordergrund – Almsommer in Tirol
Die Gaistalalm auf 1.366 Metern – Blumenwiesen, Wettersteinkamm im Rücken.
  • Höhe: 1.366 m, im Wettersteingebirge
  • Aufstieg: ca. 1:30 h vom Parkplatz Salzbach, fast eben
  • Charakter: bekanntester Hütteneinkehr im Tal, klassische Tiroler Küche
  • Hund: erlaubt an der Leine
  • Tipp: Hin über Forststraße, zurück über den ruhigeren Ganghoferweg

Tillfussalm – bei der Jagdhütte Hubertus

Fünfzehn Gehminuten weiter westlich liegt die Tillfussalm auf 1.382 Metern – malerisch platziert unterhalb der historischen Jagdhütte Hubertus. Wer schon auf der Gaistalalm war, sollte unbedingt einen halben Kilometer weiter gehen: weniger Frequenz, sonnigere Lage, andere Karte. Die Tillfussalm gehört zur Familie Bader, die seit drei Generationen oben wirtschaftet, und ist berühmt für ihre Forellengerichte aus eigener Zucht weiter unten im Tal. Vier Kilometer Aufstieg mit minimaler Steigung – wer die Gaistalalm geschafft hat, schafft auch die Tillfussalm.

  • Höhe: 1.382 m, im Wettersteingebirge
  • Aufstieg: ca. 1:40 h ab Salzbach, oder 15 Min ab Gaistalalm
  • Charakter: ruhiger als Gaistalalm, Spezialität Forelle
  • Übernachten: Zimmer und Lager auf Anfrage
  • Tipp: Kombination Gaistalalm + Tillfussalm an einem Tag

Rotmoosalm – die hochalpine Belohnung

Die Rotmoosalm auf 2.030 Metern ist die höchstgelegene bewirtschaftete Alm im Gaistal und damit das richtige Ziel für alle, die mehr wollen als eine gemütliche Forststraße. Vom Parkplatz Salzbach steigt der Weg über den Jäger- und Rigelesteig stetig durch Latschen und Almböden bergauf, vorbei an der Wangalm und der Wettersteinhütte. Die letzten Höhenmeter sind belohnt mit einem Rundblick, der das ganze Wettersteinmassiv und tief ins Gaistal abdeckt. Die Hütte selbst ist klein, urig, Strom über Solar – das ist Bergsommer wie früher. Bewirtet Ende Mai bis Mitte Oktober, je nach Schneelage.

Rotmoosalm im Gaistal bei Sonnenuntergang – höchste Alm im Tal auf 2.030 Metern
Rotmoosalm auf 2.030 m – die höchstgelegene Alm im Gaistal im Abendlicht.
  • Höhe: 2.030 m, höchste Alm im Gaistal
  • Aufstieg: ca. 2:20 h, 6 km, rund 700 Hm – mittelschwer
  • Charakter: hochalpine Hütte, kleine Karte, große Aussicht
  • Saison: Ende Mai bis Mitte Oktober – wetterabhängig
  • Tipp: Rundtour über Wettersteinhütte und Wangalm möglich

Im Karwendel – ursprüngliche Almen rund um Scharnitz

Wer das Gaistal kennt, sollte unbedingt einmal ins Karwendel rüber. Der Naturpark Karwendel ist das größte Schutzgebiet der Nördlichen Kalkalpen, und die Almen dort sind eine andere Welt: oft etwas einsamer, oft noch traditioneller bewirtschaftet, mit Wegen, die nicht zwingend kinderwagentauglich sind. Von den Wilderer Chalets in Leutasch fahrt ihr über Mittenwald (D) oder über Seefeld nach Scharnitz – beide Routen brauchen rund 30 Minuten. Von dort starten die meisten Wege ins Karwendel.

Pleisenhütte – Aussichtsbalkon im Karwendel

Die Pleisenhütte auf 1.757 Metern hängt wie ein Balkon an der Südflanke der Pleisenspitze über Scharnitz. Der Aufstieg ab Scharnitz Bahnhof dauert rund drei Stunden, ab Gasthof Wiesenhof zwei Stunden – über eine alte Forststraße, dann den steiler werdenden Pleisenweg. Oben angekommen: ein Blick, der vom Inntal über das Karwendel bis ins Wetterstein reicht. Die Familie Gaugg bewirtschaftet die Hütte seit Jahrzehnten, traditionelle Karwendelküche, Übernachtungsmöglichkeit im Matratzenlager. Saison: Anfang Juni bis Ende Oktober, im Winter geöffnet an Wochenenden und in den Weihnachtsferien.

Pleisenhütte im Sommer bei Scharnitz im Karwendel – Aussicht über das Inntal
Pleisenhütte auf 1.757 Metern – Aussichtsbalkon im Karwendel über Scharnitz.
  • Höhe: 1.757 m, im Karwendel
  • Aufstieg: ab Scharnitz ca. 3:00 h, ab Wiesenhof ca. 2:00 h
  • Charakter: traditionelle Karwendel-Hütte mit großem Panorama
  • Übernachten: Matratzenlager, telefonisch reservieren
  • Saison: Juni bis Oktober (Sommer), Wochenenden im Winter

Scharnitzer Alm – Einstieg ins Hinterautal

Die Scharnitzer Alm auf 995 Metern liegt direkt am Eingang ins Hinterautal, dem berühmten langen Tal, das hinten am Karwendelhaus endet. Vom Ortsrand Scharnitz aus erreicht ihr die Alm in zwanzig Minuten am Isar-Ufer entlang – das ist die einfachste Almwanderung weit und breit. Das Holzhaus ist klein, mit Blumen geschmückt, das Konzept einfach: regionale Brettljause, hausgemachte Kuchen, alles authentisch. Alternativ kommt man über die Teufelslochklamm – ein längerer, dramatischer Rundweg durch eine schmale Schlucht, der am Ende ebenfalls bei der Alm endet.

Scharnitzer Alm im Karwendel – Holzhütte mit Tannenzweigen, Eingang zum Hinterautal
Scharnitzer Alm am Eingang zum Hinterautal – authentisch, klein, urig.
  • Höhe: 995 m, Eingang Hinterautal
  • Aufstieg: 20 Min ab Scharnitz – leichtester Weg
  • Charakter: kleine, blumengeschmückte Hütte, Familienalm
  • Saison: Mitte Mai bis Anfang Oktober
  • Alternative: Rundweg über die Teufelslochklamm

Eppzirler Alm – der Karwendel-Klassiker

Die Eppzirler Alm auf 1.459 Metern liegt mitten im Naturpark Karwendel und gehört zu den beliebtesten Wanderzielen der Region. Startpunkt ist der kleine Bahnhof Gießenbach bei Scharnitz oder der Parkplatz P5/P6 Eppzirl. Der Aufstieg dauert anderthalb bis zwei Stunden, etwa 450 Höhenmeter, gut machbar auch für ungeübte Wanderer. Oben weidet im Sommer eine Herde von rund neunzig Rindern, die Sonnenterrasse blickt auf den Eppzirler Kessel und die Erlspitze. Wirt Christian bietet von Anfang Juni bis Mitte Oktober Tiroler Spezialitäten, im Herbst eine der schönsten Stellen für die Goldene Stunde im Karwendel.

Eppzirler Alm bei herbstlichem Sonnenaufgang im Karwendel – Naturpark Tirol
Eppzirler Alm auf 1.459 m – herbstlicher Sonnenaufgang im Karwendel.
  • Höhe: 1.459 m, im Naturpark Karwendel
  • Aufstieg: 1:30–2:00 h, ca. 450 Hm
  • Startpunkt: Bahnhof Gießenbach oder P5/P6 Eppzirl
  • Saison: Anfang Juni bis Mitte Oktober
  • Charakter: aktive Sennalm mit ca. 90 Rindern

Oberbrunnalm – die ursprüngliche

Die Oberbrunnalm auf 1.523 Metern liegt auf einem Sattel zwischen Gießenbach- und Gleirschtal in der Erlspitzgruppe – einsamer, ursprünglicher, weniger Frequenz als die Eppzirler Alm. Der Weg führt über eine gut ausgebaute Forststraße durch ruhige Waldabschnitte zur einfach bewirtschafteten Alm. Was ihr hier bekommt: kleine Karte, hausgemachte Speckknödel, Almkäse aus eigener Produktion. Was ihr nicht bekommt: WLAN, Kartenzahlung, große Auswahl. Das ist die Alm für alle, die das Wort "authentisch" ernst nehmen – wie eine echte Alm noch aussieht, wenn man Glück hat.

Oberbrunnalm mit Wanderern in der Erlspitzgruppe – ursprüngliche Alm im Karwendel
Oberbrunnalm auf 1.523 m – einfach bewirtschaftet, ursprünglich.
  • Höhe: 1.523 m, in der Erlspitzgruppe, Karwendel
  • Aufstieg: ca. 2:00 h ab Gießenbach
  • Charakter: einfach bewirtschaftet, urig, eigener Almkäse
  • Tipp: kein Bargeld vergessen – Kartenzahlung meist nicht möglich
  • Saison: Juni bis Oktober

Rund um Seefeld und Reith – Panorama-Almen am Plateau

Wer das Plateau bevorzugt, erreicht in zehn bis fünfzehn Minuten Fahrt von Leutasch drei Almen, die jeweils einen eigenen Charakter haben: die Sonnenalm am Gschwandtkopf mit Speichersee, die Enzianhütte oberhalb Reith mit weitem Blick ins Inntal, und – sportlicher – die Nördlinger Hütte hoch oben bei der Reither Spitze.

Sonnenalm – am Gschwandtkopf mit Speichersee

Die Sonnenalm liegt direkt am Gipfel des Gschwandtkopfs (1.495 m) und ist eine der gemütlichsten Aussichtsterrassen der Region. Hinter dem Haus glitzert der kleine Speichersee, der im Winter das Wasser für die Schneekanonen liefert und im Sommer ein perfektes Fotomotiv mit den umliegenden Bergen im Spiegel ist. Der Aufstieg ab Seefeld Bahnhof dauert anderthalb Stunden über die Fußgängerzone und durchs Kirchwald, bequemer per Sessellift Gschwandtkopf. Oben: traditioneller Almwirt, gemütlicher Almkitsch im besten Sinne, Blick über Inntal bis zum Olympia-Plateau.

Sonnenalm am Gschwandtkopf mit Speichersee und Blick auf Seefeld – Drohnenaufnahme
Sonnenalm am Gschwandtkopf mit Speichersee – Blick über Seefeld.
  • Höhe: 1.495 m, am Gschwandtkopf bei Seefeld
  • Aufstieg: zu Fuß ab Seefeld ca. 1:30 h, oder mit Sessellift
  • Charakter: Aussichtsalm mit Speichersee, leicht erreichbar
  • Saison: Sommer und Winter, durchgehend bewirtschaftet
  • Tipp: mit Kindern bequem per Lift, zurück zu Fuß

Enzianhütte – Panorama-Terrasse über Reith

Die Enzianhütte auf 1.160 Metern oberhalb von Reith bei Seefeld ist die Alm für entspannte Nachmittage. Von Seefeld aus läuft man am Wildsee vorbei, durch das Reither Moos, dann ein gemütlicher Aufstieg durch lichten Wald zur Hütte am Waldrand. Die große Sonnenterrasse bietet einen Panoramablick, der von Reith über die Nockspitze und die Axamer Lizum bis zum Rangger Köpfl reicht – einer der weitesten Ausblicke auf der ganzen Plateau-Tour. Beliebt bei Familien, Radfahrern, Genusswanderern.

Enzianhütte oberhalb Reith bei Seefeld – Panorama-Terrasse mit Blick ins Inntal
Enzianhütte auf 1.160 m – einer der weitesten Ausblicke am Seefelder Plateau.
  • Höhe: 1.160 m, oberhalb Reith
  • Aufstieg: ca. 1:30 h ab Seefeld oder ab Reith
  • Charakter: leichte Wanderung, große Sonnenterrasse
  • Hund: erlaubt an der Leine
  • Tipp: schön für Genießer, weniger für Höhensucher

Nördlinger Hütte – Hochtour zur Reither Spitze

Die Nördlinger Hütte auf 2.238 Metern ist die höchste bewirtschaftete Hütte des gesamten Karwendels und der Aufstiegspunkt zur Reither Spitze (2.374 m). Die klassische Tour ab Seefeld führt über die Standseilbahn Rosshütte und die Gondel zum Härmelekopf, von dort in 45 Minuten zur Hütte – oder als sportlicher Aufstieg komplett zu Fuß über die Reitherjoch-Alm in dreieinhalb Stunden bei rund 1.050 Höhenmetern. Das Panorama oben: Karwendel-Hauptkamm, Wetterstein, Zugspitze im Westen, Inntal tief unten. Eine der spektakulärsten Tagestouren der Region.

Wichtiger Hinweis: Die Nördlinger Hütte wird ab September 2026 wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten geschlossen und bleibt voraussichtlich bis Saisonstart 2028 unbewirtschaftet. Die letzte Übernachtung ist am 15. August 2026, Tagesbetrieb läuft noch bis Ende August. Wer 2026 noch hochwandern will: jetzt schnell sein. Für die Saisons 2027 und vermutlich Anfang 2028 fällt die Hütteneinkehr aus – die Reither Spitze ist als reiner Gipfel weiterhin erreichbar, aber ohne Almabschluss.

Nördlinger Hütte im Karwendel mit Blick zur Hohen Munde und Reither Spitze
Nördlinger Hütte auf 2.238 m – höchste Hütte im Karwendel, Reither Spitze im Hintergrund.
  • Höhe: 2.238 m – höchste Hütte im Karwendel
  • Aufstieg: per Bahn/Gondel + 45 Min Wanderung, oder 3:30 h zu Fuß ab Seefeld
  • Gipfeloption: Reither Spitze (2.374 m), zusätzlich ca. 45 Min
  • Wichtig: Hütte ab September 2026 bis Saisonstart 2028 geschlossen (Sanierung)
  • Charakter: alpine Tour mit großer Aussicht

Drei Almen-Touren ab den Wilderer Chalets

Wer in Weidach wohnt, hat alle drei Almgebiete im Tagesradius. Drei Beispieltouren, sortiert nach Anspruch – jede mit Frühstück im Chalet, Kaffee zwischendrin auf der Alm, abends zurück auf der eigenen Terrasse.

Tour 1: Familien-Drei-Almen-Runde im Gaistal (leicht)

Vom Chalet fünf Kilometer mit dem Auto zum Parkplatz Salzbach. Von dort über die Forststraße zur Hämmermoosalm (15 Min, optional), weiter zur Gaistalalm (knapp 1:30 h ab Salzbach), nochmal 15 Min zur Tillfussalm. Rückweg über den höher gelegenen, ruhigeren Ganghoferweg. Insgesamt rund 12 Kilometer, knapp 300 Höhenmeter, mit Pausen 4–5 Stunden. Kinderwagentauglich, Hund willkommen, perfekt für den ersten Tag im Tal.

Tour 2: Wettersteinhütte und Rotmoosalm (mittel)

Salzbach → Wettersteinhütte (1.717 m, 2:00 h, 500 Hm) → Rotmoosalm (2.030 m, weitere 45 Min). Wer fit ist, hängt noch die Wangalm dran und macht eine Rundtour. Gesamt 5–6 Stunden inkl. Einkehr, 700 Höhenmeter. Trittsicherheit von Vorteil, der obere Teil führt durch Latschen und Almböden. Abendessen im Chalet, Sauna im Steinadler – nach 700 Höhenmetern doppelt verdient.

Tour 3: Reither Spitze über Nördlinger Hütte (anspruchsvoll, nur 2026)

Mit dem Auto in 15 Minuten nach Seefeld, ab Talstation Rosshütte per Standseilbahn und Gondel zum Härmelekopf (2.034 m). Von dort 45 Min Querung zur Nördlinger Hütte, weitere 45 Min auf den Gipfel der Reither Spitze (2.374 m). Abstieg auf gleichem Weg oder als Rundtour über die Reitherjoch-Alm. Wichtig: 2027 und vermutlich noch Sommer 2028 ist die Hütte geschlossen – Tour ohne Einkehr planen. Wer Bergluft mit Aussicht will, kommt 2026 noch in den vollen Genuss.

Praktische Infos für den Almsommer in Tirol

  • Saison: die meisten Almen bewirtschaftet von Mitte Mai bis Mitte Oktober – höhere (Rotmoosalm, Nördlinger Hütte) erst ab Juni
  • Wetter: in den Bergen schlägt es schnell um – immer Regenjacke und warmen Pullover mitnehmen, auch im Hochsommer
  • Schuhwerk: feste Wanderschuhe mit Profilsohle, keine Sneaker auf den höheren Touren
  • Bargeld: viele kleine Almen nehmen keine Karten – mindestens 30 € pro Person dabei haben
  • Hund: meist erlaubt an der Leine, im Naturpark Karwendel ist Leinenpflicht streng
  • Wasser: trinkfreundliche Quellen unterwegs, aber eigenen Wassersack mitnehmen
  • Übernachtung: Pleisenhütte und Tillfussalm bieten Matratzenlager – telefonisch reservieren
  • Anreise: Parkplätze im Gaistal und Eppzirl sind gebührenpflichtig (typisch 5–7 € pro Tag)

Häufige Fragen zu den Almen rund um Leutasch und Seefeld

Wann beginnt die Almsaison rund um Leutasch?
Die niedriger gelegenen Almen wie Bodenalm und Scharnitzer Alm öffnen meist Anfang bis Mitte Mai. Die Gaistalalm und Tillfussalm sind ab Mitte Mai dabei. Höhere Hütten wie die Rotmoosalm (2.030 m), Pleisenhütte (1.757 m) und Nördlinger Hütte (2.238 m) starten erst Anfang bis Mitte Juni, abhängig von der Schneelage. Die Saison endet auf den meisten Almen Mitte Oktober.
Welche Alm ist am besten mit kleinen Kindern oder Kinderwagen?
Die Bodenalm im Leutascher Talboden ist die kinderwagentauglichste Alm der Region – fast eben, breiter Forstweg, Almspielplatz. Auch die Gaistalalm und Tillfussalm sind über die Forststraße ab Salzbach kinderwagenfähig. Die Sonnenalm am Gschwandtkopf erreicht man mit Kindern bequem per Sessellift. Höhere Hütten wie die Rotmoosalm oder Nördlinger Hütte sind nichts für Kinderwagen.
Sind Hunde auf den Almen erlaubt?
Auf praktisch allen genannten Almen sind Hunde an der Leine willkommen. Im Naturpark Karwendel (Pleisenhütte, Eppzirler Alm, Oberbrunnalm, Scharnitzer Alm) gilt eine strikte Leinenpflicht, da Weidevieh und Wildtiere geschützt sind. Auf den Sonnenterrassen werden Hunde überall geduldet – Wasserschüsseln stehen meist bereit.
Kann man auf den Almen übernachten?
Mehrere Hütten bieten Übernachtung: die Pleisenhütte (Matratzenlager), die Tillfussalm (Zimmer und Lager), die Nördlinger Hütte (bis 15. August 2026, dann geschlossen bis 2028) und die Rotmoosalm (auf Anfrage). Reservierung immer telefonisch, mindestens zwei Wochen im Voraus in der Hauptsaison. Wer im Tal komfortabel bleiben möchte: die Wilderer Chalets in Leutasch sind oft die bessere Wahl, weil man morgens schon im Tal startet.
Welche Alm ist von den Wilderer Chalets am schnellsten erreichbar?
Die Bodenalm und der Einstieg ins Gaistal (Salzbach) sind in fünf bis zehn Minuten mit dem Auto erreichbar. Von dort ist die Bodenalm in 20–30 Minuten zu Fuß erreicht, die Gaistalalm in rund 1:30 h. Damit sind die Gaistal-Almen die schnellsten Almziele ab Leutasch. Plateau-Almen wie Sonnenalm und Enzianhütte brauchen 15 Minuten Anfahrt, Karwendel-Almen 25–30 Minuten.

Ein guter Almsommer braucht keinen Plan. Ein gutes Frühstück, gute Schuhe und ein bisschen Lust auf Holzbank, Brettljause und Bergluft – der Rest ergibt sich von selbst.

Wilderer Chalets Team

Tirol hat hunderte Almen – die rund um Leutasch und Seefeld gehören zu den am besten erreichbaren, am besten bewirtschafteten und am vielfältigsten gelegenen. Von der ruhigen Bodenalm im Tal bis zur Nördlinger Hütte auf 2.238 Metern ist alles dabei, was ein Bergsommer braucht. Wer in den Wilderer Chalets übernachtet, hat alle zehn im Tagesradius – das ist seltener als man denkt, und es ist der eigentliche Luxus an der Lage in Weidach.

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